Perma-Architektur ist eine gelebte Bauauffassung. Sie vereinigt (wieder) naturgemäß miteinander Verbundenes: Natur-Mensch-Bauwerk, betrachtet von der Stoffbildung bis zur Stoffauflösung. Ob bei der Rohstoffgewinnung, bei der Herstellung, auf der Baustelle, bei der späteren Nutzung, selbst im Büro sind Menschen den Einflüssen der gebauten und gestaltete Umwelt bzw. deren Herstellungsprozessen ausgesetzt.
Niemand kann sich ihr entziehen. Architektur, technische wie landschaftsgestaltende Bauwerke und Pflanzungen wirken immer, bewusst oder unbewusst, sowohl physisch, wie auch psychisch und sozial. Auch die bei der Herstellung und Entsorgung entstehenden Neben- und Endprodukte beeinflussen unser Leben, zuerst die Arbeiter, dann die Nutzer und am Ende des Kreislaufs die Natur und damit alle Menschen. Feinstofflich und energetisch sind wir alle miteinander verbunden.
Planer können dies bewusst einsetzen. Sie tun es schon heute, wenn nicht bewusst, dann geschieht es unbewusst mit jeder Planungsentscheidung.
Doch wie werden wir Morgen leben, wenn wir weiter so planen wie Heute? Welche Ursachen sind heute zu planen, wollen wir morgen gesund altern in einer dauerhaft intakten Natur?
Kennen wir die Zusammenhänge und Auswirkungen nicht, können wir nicht bewusst damit umgehen.
Weder können Energieeinsparung, noch die Radon- oder Schadstoffbelastung in Räumen, weder die Oberflächenbehandlung außen und innen, noch die Auswahl der Baustoffe, weder elektrische Leitungen noch die Wahl der Haustechnik, weder der Standort, Bepflanzung, Grundwasser, Feinstaub, Lärm und Licht noch die Nutzergewohnheiten ... einzeln für sich betrachtet werden.
Perma-Architektur schaut da hin, wo wir gelernt haben wegzuschauen. Sie hinterfragt, misst, begründet naturwissenschaftlich und zeigt Lösungsansätze auf für eine integrierende Bauweise. Und sie unterstützt die Entwicklung der dafür notwendigen inneren Einstellung.
Erkenntnisse aus Land- und Forstwirtschaft, Hochwasserschutz, Stadtplanung, Freiflächen- und Landschaftsgestaltung fließen genauso mit ein wie Erkenntnisse der Quantenphysik und Hirnforschung. So steht Perma-Architektur auf 3 Standbeinen: Baubiologie – Permakultur – verbindende Kommunikation.
Planen wir heute gemeinsam bewusst die Welt, in der wir und unsere Kinder Morgen in einer intakten Natur gesund leben wollen!
Permakultur als ein integriertes und sich selbst entwickelndes System von mehrjährigen und sich selbst aussäenden produktiven Pflanzenarten und von Tieren, die für den Menschen und das System nützlich sind und die mit deren Behausungen ein vollständiges, sich selbst erhaltendes ökologisches System bilden. Permakultur ist ein Oberbegriff für die Entwicklung und Anwendung von ethisch basierten Leitsätzen und Prinzipien zur Planung, Gestaltung und Erhaltung zukunftsfähiger Lebensräume. Schwerpunkte bilden dabei Nahrungsproduktion, Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer (Infra-)Strukturen.
Grundgedanke ist ein Wirtschaften mit erneuerbaren Energien und naturnahen Stoffkreisläufen im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Nutzung aller Potentiale und mit geringst möglichen Ressourcenverbrauch.
Die Baubiologie betrachtet die Beziehungen der Menschen zu ihrer gebauten Wohn- und Arbeitsumwelt, aber auch ihrem Umfeld in Städten, Siedlungen und Landschaften ganzheitlich. Der Mensch als Teil der Natur steht im Mittelpunkt. Das Ziel besteht in der Schaffung einer Umwelt, die ein langes, gesundes, harmonisches Leben in einer dauerhaft intakten Natur ermöglicht und fördert.
Heutige naturwissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch eine Verbesserung der Messtechnik begründen signifikante Zusammenhänge zwischen verschiedenen Krankheiten und Symptomen und dem Umfeld der Menschen. Es ist bekannt, dass die gebaute Umwelt in Form von Gebäuden und Städten, aber auch der gestaltete Freiraum nicht nur physiologisch, z. B. über Schadstoffemissionen oder Elektrosmog auf den Menschen wirkt, sondern auch psychische und soziale Auswirkungen auf die Biologie des Menschen sind wahrscheinlich.
Die erste Stufe des fachübergreifenden baubiologischen Planens ist die Errichtung wohngesunder Gebäude.
Perma-Architektur, wie ich sie verstehe, ermöglicht ein kulturvolles, menschenwürdiges Leben voller Lebensfreude, ein Leben in Balance – ganzheitlich. Bauen mit gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen für ein Höchstmaß an Lebensqualität mit geringsten irreversiblen Eingriffen in die natürlichen Kreisläufe unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Aspekte.
Zur Umsetzung dieser Lebenseinstellung bedarf es einer lebensbejahenden verbindenden Kommunikation, bei der Planung, auf den Baustellen, in Gemeinschaften, immer, wenn Menschen sich begegnen. Das ist für mich die lebensbejahende Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg.
Perma-Architektur bedeutet für uns Wohlfühlen in Haus, Hof, Garten und Siedlungen, individuell Leben mit und in Gemeinschaft. Bauen für alle Sinne und voll Lebensfreude.
Bauen und Leben im Einklang mit der Natur bedarf der Achtung, Dankbarkeit und Liebe.
Bauen bedeutet tätig sein, kreativ sein, Erfahrungen sammeln.
Wir wollen Sie einladen, Ihre Potentiale zu erkennen und zu erproben. Wir bieten Ihnen das Umfeld, Erfahrungen zu sammeln, daran zu wachsen und gleichzeitig sich in einer Gemeinschaft geborgen zu fühlen.
Dafür bedarf es einer lebensbejahenden Kommunikation, einer Kommunikation, die verbindet und Verständnis ermöglicht.
Perma-Architektur braucht Vernetzung – in bestehenden Strukturen und durch Schaffung neuer.
Menschen, die gesund in Frieden leben wollen, sind kooperativ, geben gern und können doch und gerade deshalb für sich sorgen.
Ein breites Netzwerk steht zur Verfügung:
Ulrike Meißner
Dipl.-Ing. Ökologie und Umweltschutz (FH), Dipl. Permakultur-Designerin
Oya-Redaktion Permakultur
Website: www.oya-online.de
Sepp Holzer
Website: www.krameterhof.at
Gabriele Götz, Baubiologin (IBN)/ Betriebswirtin (VWA),
2010 Weiterbildung zur Baubiologischen Raumgestalterin (IBN)
Götz Baustoff- und Renovierungszentrum ehemalige Ziegelei
Website: www.terra-forma.de
Johannes Paulus Lehmann
Website: www.oekohaus-achberg.de
Sentinel-Haus Stiftung e. V
Website: www.sentinel-haus-stiftung.eu
Dieter Garten
Website: www.geobiologie-sachsen.de
Michael Thien
Website: www.bienenbaum.com
Markus Christoph Schäfer
Website: www.naturklang.eu









1 – Schwalben im Hauseingangsbereich
2 – Eigener Permakultur-Balkon
3 – Aufmaß und Planzeichnung für Permakulturprojekt Hans Wendl, Misbach
4 – Teichanlage ohne Folie Hans Wendl
5 – Sanierung und Umnutzung Betonhanghaus Italien, LP 1-8 für Selbstbauprojekt
6 – Projektleitung inkl. internationalem Workshop Renaturierung und Nachnutzung ehemaliger Braunkohlentagebau Berzdorfer See, Görlitz
7 – Sanierung Gründerzeithaus Dresden,
LP 1-8
8 – Sanierung Arno-Lippmann-Schacht Altenberg, Wettbewerb, LP 1-8, Projektleitung
9 – Ideenskizze zu 8
10 - Detail Sanierung Schloss Hubertusburg, LP 1-8